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Dietzenbach - Gesellschaft

Wenn „er“ knurrt: Präventologin hilft

„Ich bin die erste Präventologin in Dietzenbach“, betont Anette Elsinger mit Blick auf ihr Engagement für einen Lebensstil, der die Prädikate „gesundheitsbewusst“ und „vorbeugend gegen Krankheiten“ verdient. (DZ-Foto: p)

Dietzenbach (DZ/kö) – Viele sprechen von einem „Beruf mit Zukunft“, manche gar von einem wichtigen Mosaikstein der „Mega-Branche Gesundheit“, die sich zum „bestimmenden Wachstumsmarkt des 21. Jahrhunderts“ entwickeln werde. Superlative hin, Superlative her: Anette ­Elsinger zeigt sich optimistisch, was ihren Sprung in die berufliche Selbstständigkeit anbelangt. „Ich bin die erste Präventologin in Dietzenbach“, behauptet sie nicht ohne Stolz. Ihr Anliegen: Sie unterstützt Menschen, wenn es darum geht, gesundheitsbewusst zu leben und gegen die „Krankheiten unserer Zeit“ vorzubeugen. Frei nach dem Motto: Kampf gegen Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht. Freie Bahn für Bewegung, gesunde Ernährung und Stressabbau.Klingt gut, ist aber im Alltag verdammt schwer umzusetzen und durchzuhalten. Wer wüsste davon nicht ein Lied zu singen? Wer kennt ihn nicht? Er, der innere Schweinehund, ist bekanntlich ein unangenehmer, knurriger Geselle. An diesem Punkt setzt Elsinger mit ihrer Beratungstätigkeit an. Sie entwickelt gemeinsam mit den Frauen und Männern, die zu ihr kommen, individuelle Zielvorgaben, die rund um das Stichwort „Lebensführung“ kreisen.

Zuhören, Mut machen, ein Konzept der kleinen Schritte absprechen, „Motivationspäckchen“ zur Stärkung des (Durchhalte-)Willens verabreichen, ohne dabei die verbale Peitsche auszupacken: So beschreibt die 47-Jährige ihre Herangehensweise.

Elsinger, die früher als Bankangestellte tätig war, hat sich neu orientiert. Nach einem einjährigen Fernstudium legte sie mit Erfolg die Abschlussprüfung ab und eröffnete an der Rodgaustraße in Dietzenbach ihre Praxis. Sie ist Mitglied des 2001 gegründeten Berufsverbandes Deutscher Präventologen. An dessen Spitze agiert mit Dr. Ellis Huber (Ex-Vorsitzender der Berliner Ärztekammer) ein prominenter Mediziner.

Sowohl Menschen mit langjähriger Berufserfahrung im Gesundheitssektor als auch Seiteneinsteiger wie Elsinger, die die Schulung durchlaufen haben und sich mit reichlich Talent in Sachen „bewegen und begleiten“ ausgestattet sehen, vereint die gut 500 Köpfe zählende Präventologen-Gemeinschaft unter ihrem Dach.

Dass Vorbeugung die beste Medizin gegen Krankheiten sei und dass jeder, der einen aktiven Beitrag dazu leiste, gesellschaftlich wertvolle Arbeit erbringe: Diese Erkenntnis verbinde die Präventologen, erfuhr Bürgermeister Jürgen Rogg in seiner Eigenschaft als Nr. 1 der kommunalen Wirtschaftsförderung, als er Elsinger einen Kurzbesuch abstattete – getreu der Devise: Rückendeckung für eine Existenzgründerin.

Rasch waren sich Gastgeberin und Gast einig. Es müsste doch eigentlich im Interesse der politischen Kaste sein, die Präventionsschiene noch wesentlich stärker auszubauen und damit kostendämpfend zu wirken. Kostendämpfend in einem Bereich, der mitunter als Fass ohne Boden (Stichwort: „alternde Gesellschaft“) tituliert wird. Doch der Einfluss der Pharma-Industrie und der Ärztelobby sei groß... Sehr groß, deutete Rogg milde lächelnd an, wo Konfliktlinien sichtbar werden.

Elsinger kennt derlei Einwände, will sich davon aber nicht ­schrecken lassen. „Vertrauenswürdig, als Partnerin der vor Ort tätigen Ärzte“, will sie die Dinge angehen und sich um den Aufbau eines Netzwerkes bemühen. Ihren Kunden, die den Vorbeuge-Dienst für 70 Euro pro Beratungsstunde nutzen können, dabei aber auf Krankenkassen-Zuschüsse verzichten müssen, da Präventologie nicht zu deren Leistungskatalog zählt, verspricht die Impulsgeberin und Begleiterin eine entspannte Atmosphäre.

Wie sie ihren Arbeitsstil charakterisiert? Elsinger antwortet: „Ganz locker, mit einem großen Verständnis für all jene, die eben nicht alleine – mal eben so – ihr Leben umstellen können.“

Anette Elsinger kann unter der Rufnummer (06074) 47266 kontaktiert werden. Infos im Internet: www.a-elsinger-praeventologin.de

 
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Herausgeber:
Dreieich-Zeitung
Günther Medien GmbH