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Dreieich - Gesellschaft

Ein hohes Lied dem Ehrenamt

Im Beisein von Stadtverordnetenvorsteherin Renate Borgwald (rechts) und seines Magistratskollegen Martin Burlon (Zweiter von links) würdigte Bürgermeister Dieter Zimmer (mit Amtskette) am Tag des Ehrenamts bürgerschaftliches Engagement auf sozialem Terrain. Zum Kreis der Geehrten gehörte Annemarie Dechamps (sitzend). (DZ-Foto: sd)

Dreieich (DZ/jh) – „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, lautet ein Ausspruch von Erich Kästner, mit dem Bürgermeister Dieter Zimmer am alljährlichen Tag des Ehrenamtes die im Dreieicher Rathaus versammelten „Preisträger“ des Jahres 2011 begrüßte. Erneut wurden Anfang Dezember mehrere Bürger mit öffentlichem Lob für ihr ehrenamtliches Engagement bedacht. Für ihr „sozialpolitisches Lebenswerk“ wurde in besonderer Weise die langjährige Stadtverordnete Annemarie Dechamps gewürdigt.Wie in den vergangenen Jahren nutzte Zimmer die Gelegenheit, um im Glanz seiner Amtskette für die unentgeltliche Betätigung zum Wohle der Allgemeinheit zu werben: „Wer sich freiwillig engagiert, leistet einen Beitrag zu einer Gesellschaft, die auf Vertrauen und Solidarität, Eigeninitiative und Verantwortung setzen kann.“ Das öffentliche Lob für entsprechende –Leistungen müsse als Zeichen verstanden werden, mit dem die „Bürgergesellschaft“ das Ehrenamt honoriere. Er fügte hinzu: „Die Menschen, die wir heute ehren wollen, sind auch als Vorbilder hervorzuheben, Vorbilder für die, die sich vielleicht noch nicht dazu durchringen konnten.“ Der Tag des Ehrenamtes wird in Dreieich seit 1999 begangen. In diesem und in den Jahren 2003 und 2007 wurde der Einsatz auf sozialem Terrain gewürdigt. Das war auch 2011 der Fall. Eine Eigenbewerbung von Einzelpersonen, Gruppen oder Vereinen ist übrigens nicht möglich.

Fokussiert wurde 2011 ein besonderer Bereich im facettenreichen Wirken der Freiwilligen Feuerwehren, von denen es in Dreieich analog zu den Stadtteilen fünf an der Zahl gibt. Es handelte sich dabei um das Bemühen der Floriansjünger (und Jüngerinnen...), junge Menschen für die Bedeutung des Brandschutzes zu sensibilisieren und perspektivisch für die Mitarbeit zu gewinnen. Dies geschieht bei Besuchen in Kindergärten, Schulen und den Büchereien, vor allem aber auch in den lokalen Kinder- und Jugendfeuerwehren. Jeweils stellvertretend für „ihre“ Stadtteil-Wehr wurden Irmgard Böhles (Buchschlag), Heinrich Graf (Dreieichenhain), Ronald Schröder (Götzenhain), Christian Beyer (Offenthal) und Kai Maas (Sprendlingen) von Zimmer mit anerkennenden Worten bedacht. Dies galt auch für das ehrenamtliche Team, das sich um die städtische Begegnungsstätte Haus Falltorweg in Buchschlag kümmert. Dieser Gruppe gehören derzeit Ursula Kremer, Thomas Fehlau, Elaine Gerhardt, Renate Hansconrad, Doris Kohl, Christa Kronwitter, Brigitte Luft, Graciella Murra, Heidelore Pape sowie Ilse und Jürgen Watzke an.

Die Einrichtung gilt als wichtige Säule der kommunalen Seniorenarbeit, sie wurde 1981 eröffnet und wird ausschließlich von freiwilligen Helfern bewirtschaftet. Jeden Monat finden dort etwa 25 Veranstaltungen statt, die von rund 330 Interessierten besucht werden. „Dem kontinuierlich wachsenden Engagement und Einfallsreichtum ist es zu verdanken, dass 2010 etwa drei Viertel der Veranstaltungskosten durch diese Einnahmen gedeckt waren“, so der Bürgermeister.

„Musik wäscht den Staub von der Seele“, lautet seit fast zwei Jahrzehnten das Motto der Musikgruppe „Froher Freitag“. Ohne das rührige Ensemble, so Zimmer, seien viele Veranstaltungen in Dreieich und Neu-Isenburg nicht denkbar: „Mit Freude spielen sie immer wieder bei Engagements in Altenheimen, Begegnungsstätten, Seniorenclubs und Kirchengemeinden. Auch zu privaten Feiern oder runden Geburtstagen spielen sie auf“, berichtete Zimmer vom Wirken von Horst Unger, Horst Henseleit, Isolde Rohe, Christine Bonnert, Heinz Tanz und Waltraud Bebert, die nicht zuletzt beim traditionellen „Heiligabend für Alleinstehende“ immer mit von der Partie sind.

Annemarie Dechamps, die im Dezember ihren 90. Geburtstag feierte, wurde von Zimmer als „besonders herausragende Persönlichkeit“ gewürdigt, die sich parallel zu ihrem kommunalpolitischen Wirken in Stadtparlament und Magistrat stets auf sozialem Terrain betätigt habe. Und das mit großen Erfolgen. Der Bürgermeister verwies beispielgebend auf Dechamps Einsatz für die Bürgerhilfe Dreieich (Haus Dietrichsroth), für die von ihr gegründete Nachbarschaftshilfe Dreieich und für die Flüchtlingshilfe vor Ort. Bereits 2008 wurde die Dreieicherin mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse bedacht.

 
 
 
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Herausgeber:
Dreieich-Zeitung
Günther Medien GmbH