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Erzhausen - Wirtschaft

Die Todsünden der Autopflege

(DZ/ni) – Hauptsache sauber! Das stimmt bei der Autopflege nur für den ersten Moment. Denn wer auf falsches Werkzeug, falsches Mittel oder falsche Technik setzt, kann an seinem Fahrzeug schwere Schäden verursachen, die sich mitunter erst später zeigen. Vom Spüli bis zum Backofenspray: Die Liste zweifelhafter Geheimtipps ist lang. Welche fünf Todsünden unbedingt vermieden werden sollten und wie man es im Handumdrehen richtig macht, erklären die Pflege-Experten von Nigrin. Ganz nach dem Motto: Autopflege leicht gemacht!

Kein Spüli für die Autowäsche

Für dreckige Pfannen und Bratfett-Reste ist Spülmittel genau das Richtige - auf dem Auto hat es nichts zu suchen! Der Grund: „Die darin enthaltenen Tenside lösen das Wachs vom Fahrzeug und können dem Lack schwer zu schaffen machen“, erklärt Lackpflegeexperte Olaf Menzel. Besser sind spezielle Autoshampoos: Sie reinigen das Auto kraftvoll und gleichzeitig besonders schonend.

Felgen brauchen harte Reiniger? Falsch!

Bremsstaub und festgebackener Dreck können auf den Felgen ganz schön hartnäckig sein. Trotzdem: Finger weg von säurehaltigen Reinigern oder Backofenspray! „Alkalische Reiniger ätzen sich im Nu in die Oberflächen und greifen die ungeschützten Radbolzen an“, so Olaf Menzel. Dass die Räder auch ohne Säure ganz leicht wieder sauber werden, beweisen moderne Felgenreiniger

Saugen sorgt für Kratzer im Kunststoff

Vorsicht mit harten Staubsaugerdüsen von Waschstationen im Cockpit: Sie hinterlassen Kratzer! „Generell behandeln viele Autofahrer Kunststoff-Oberflächen eher stiefmütterlich. Ein Fehler: Umwelteinflüsse - wie die UV-Strahlung der Sonne - führen zu vorzeitiger Alterung durch Verspröden, Austrocknen und Ausbleichen“, warnt Menzel. Cockpitsprays oder -lotionen pflegen reichhaltig, schützen vor UV-Strahlen, frischen die Farbe auf und wirkend staub- und schmutzabweisend.

In der Sonne poliert es sich leichter? Falsch!

Klar, dass man sich der Lackpflege lieber bei strahlendem Sonnenschein widmet. Doch Vorsicht: „In der prallen Sonne trocknen Pflegeprodukte schnell an und hinterlassen starke Flecken, die schwer wieder zu entfernen sind“, so Menzel. Ein Schattenplatz und Temperaturen von 15 bis 20 Grad sind optimal für die Lackpflege.

Haushaltsreiniger gehören in den Haushalt

Klar: Haushalts-Glasreiniger reinigt auch die Windschutzscheibe - für die Dichtgummis aber kann er extrem schädlich sein! Das Gleiche gilt für Ledersitze und Polster: „Allzweckreiniger aus der Küche entfernen die Flecken, greifen aber die Materialien an“, gibt Menzel zu bedenken. „Auch von Hausmittel-Tricks wie Körpercreme als Lederpflege raten Autosattler ab.“ Die richtige Wahl: Spezielle Polster- und Lederpflege-Produkte. Sie reinigen und pflegen schonend und lassen die Oberflächen wieder wie neu aussehen.

 
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Herausgeber:
Dreieich-Zeitung
Günther Medien GmbH