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Erzhausen - Politik

Neue Heli-Flugrouten in der Warteschleife

Egelsbach (DZ/hs) – Unter allen lärmenden Fluggeräten sind Hubschrauber ohne Zweifel die nervigsten. Um zumindest einen Großteil der Egelsbacher Bevölkerung vom Krach der auf dem örtlichen Mini-Airport stationierten Helikopter zu befreien (oder zumindest deutlich zu entlasten), hatte die WGE in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung einen Antrag auf Ergänzung der bislang gültigen südlichen und nördlichen Platzrunde gestellt. Demnach sollte sich der Gemeindevorstand bei den zuständigen Stellen dafür einsetzen, dass die Schulungsflüge der Firma „Heli Transair“ künftig vor allem auf einstmals gültigen Routen westlich der Bahnlinie über die Bühne gehen. Doch weil in erster Linie die Grünen noch jede Menge Klärungsbedarf sahen, wurde der Antrag um eine Sitzungsrunde geschoben.Dabei schien die Initiative der Wahlgemeinschaft auf den ersten Blick durchaus konsensfähig zu sein. Schließlich hätte eine (optionale, nicht zwingend vorgegebene) Nutzung der „alten“ Heli-Flugrouten, die kürzer als die aktuellen sind und in Richtung Autobahn A 5 führen, weite Teile der östlich der Bahnlinie befindlichen Egelsbacher Wohn- und Gewerbegebiete vom Lärm der Drehflügler entlasten. Der Haken dabei: Über den Köpfen der Bewohner im Bereich Kammereck/Auf der Trift sowie in Erzhausen würde es deutlich lauter werden.

Diese Befürchtung hegte zumindest Harald Eßer. Da die von der WGE ins Spiel gebrachten Schleifen kleiner als die bisherigen sind, würden sie dann wohl auch entsprechend häufiger durchflogen, weil bei Schulungsflügen eine Zeitvorgabe bestehe, mutmaßte der Fraktionsboss der Grünen. Und Eßer sah einige weitere offene Fragen: „Können oder sollen die verkürzten Routen geflogen werden, wer bestimmt die Verteilung zwischen nördlicher und südlicher Route und wie können doppelte oder gar dreifache Überflüge verhindert werden?“

Vor allem aber warnte der Frontmann der Öko-Partei mit Blick auf die Firma „Heli Transair“ davor, dass man „einem der größten Lärmverursacher am Flugplatz erlaubt, seine Hubschrauber nach eigenem Gutdünken rund um Egelsbach zu schicken“. Dann wäre „einer weiteren Verschlimmerung der Lärmsituation Tür und Tor geöffnet“, erklärte Eßer, der deshalb den WGE-Antrag mit den Worten charakterisierte: „Hier soll etwas geändert werden, ohne die genauen Auswirkungen zu kennen.“

Genau deshalb hatten die Grünen auch einen Änderungsantrag formuliert, wonach der Gemeindevorstand zusammen mit der Flugsicherung ein Konzept erstellen solle, das eine bessere Verteilung des Hubschrauber-Fluglärms gewährleisten würde. Doch sowohl über diese als auch über die Ursprungsvorlage der WGE wird wegen des noch vorhandenen Klärungsbedarfs erst demnächst entschieden.

 
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Herausgeber:
Dreieich-Zeitung
Günther Medien GmbH