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Heusenstamm - Kultur

ARTig 2012 mit Formel „20 + 6“

Dietzenbach (DZ/kö) – Oft sind es die kleinen, feinen, unverhofften Entdeckungen, die die Weichen für nachhaltiges Interesse oder gar große Leidenschaft stellen. Frei nach dem Motto: „Beeindruckende Kunstwerke. Ich wusste gar nicht, dass die örtliche Szene der Maler, Bildhauer und Fotografen so etwas zu bieten hat. Da lohnt es sich, am Ball zu bleiben.“ Ein Podium, das solche Impulse verspricht, öffnet seine Pforten am ersten März-­Wochenende. Die sechste Auflage der ARTig lockt ins Dietzenbacher Bürgerhaus.Es gilt die Formel „20 + 6“. Zwanzig Kunstschaffende, die in der Kreisstadt wohnen, arbeiten und/oder geboren sind, werden eine Auswahl ihrer Werke drei Tage lang im kleinen und großen Saal des Kuppelbaus am Europaplatz präsentieren. Ein halbes Dutzend „Kreative von außerhalb“, die keinen Bezug zu Dietzenbach haben, komplettieren das Spektrum. Stilistische Vielfalt – alle(s) unter einem Dach.

Auf der Besetzungsliste der diesjährigen ARTig sind neben den auswärtigen Geheimtipps, die es zu entdecken gilt, einige bekannte Namen der Dietzenbacher Kunstszene verzeichnet. Von der Vhs-Mallehrerin Jelena Hild über die Künstlerkreis-Pinselfachfrau Dorita Jung und die „Ratte Ludwig“-Cartoonistin Uschi Heusel spannt sich der Bogen bis hin zu Valentina Kvesic. Die gebürtige Kroatin, die 2001 gemeinsam mit Benno Flaig das Dietzenbacher Hessentagspaar bildete, blickt auf künstlerische Studien an der Frankfurter Städel-Schule zurück. Sie experimentiert gerne mit Farben und antwortet auf die Frage, wie (ihre) Bildersprache auf den Betrachter wirken soll, mit den Worten „geheimnisvoll, wunderbar, unbewusst“.

Das Stichwort „Städel“ im Zusammenhang mit Kvesics Werdegang deutet an, was Sache ist. Die Zugangshürde bei der ARTig wird von der Stadtmarketing-Agentur (als Veranstalter) bewusst hoch angesetzt. Keine Hobbykünstler-Ausstellung, sondern spannende und tiefgründige Einblicke in die anspruchsvolle Farb- und Formenwelt (semi-)professionell tätiger Frauen und Männer ­bekommt das Publikum zu sehen.

Die Auflage des Jahres 2012 kann bei freiem Eintritt am Samstag (3.) zwischen 15 und 19 Uhr sowie am Sonntag (4.) von 13 bis 18 Uhr besucht werden. Außerdem am Freitag (2.) im Rahmen einer Auftaktveranstaltung. Ab 19 Uhr wird Bürgermeister Jürgen Rogg einführende Worte sprechen. Nach dem Eröffnungsrundgang folgt ab 21 Uhr eine Kunstparty, die der Jazzpianist Christoph Neubronner musikalisch untermalen wird.

Die Ausstellung – so ist es Tradition – präsentiert sich wieder zweigeteilt. Neben dem großen „freien Block“, den die Teilnehmer mit individuell ausgewählten Arbeiten aus ihrem jeweiligen Fundus bestücken, sorgt eine kleine Sonderschau für interessante Kontraste und Schnittmengen.

Das Strickmuster: Ein Stichwort wird vorgegeben und von den Künstlern gemäß ihrer Neigungen dargestellt, interpretiert, verfremdet... Der Begriff, der diesmal die Phantasie anregen soll, lautet hessisch-hart am Sturm: „Geeschewind“.

 
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Herausgeber:
Dreieich-Zeitung
Günther Medien GmbH