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Langen - Politik

Langener „Flag-E“ hofft auf Gebhardt

Langen (DZ/hs) – Es war nicht der fürchterliche, fünf Menschenleben kostende Absturz eines Geschäftsflugzeugs von vor zwei Wochen, der zur Gründung einer Langener Ortsgruppe der Egelsbacher Fluglärm-Abwehrgemeinschaft („Flag-E) geführt hatte. Vielmehr hatten sich Bewohner der südlichen Bereiche der Sterzbachstadt schon Anfang Februar zu diesem Schritt gezwungen gesehen, da sie ihre Wohn- und Lebensqualität durch den beständig wachsenden Flugverkehr des Egelsbacher Mini-Airports zunehmend beeinträchtigt sehen.Um die Belange dieser fluglärmgeplagten Bürger stärker als bislang in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, haben die Aktivisten nunmehr einen „offenen Brief“ an Bürgermeister Frieder Gebhardt formuliert. Darin weist Dr. Marcel Marquardt, der Sprecher der Ortsgruppe, darauf hin, dass nicht nur die Zahl der gewerblichen Flüge um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen, sondern auch bei den besonders lauten Hubschrauber-Flügen seit dem Jahr 2000 eine „dramatische Steigerung um 91 Prozent“ registriert worden sei.

Obendrein würden – wegen der erheblichen Toleranzkorridore jenseits der Kernrouten von nördlicher Platzrunde und den Ausflug-Routen des Egelsbacher Flugplatzes – „regelmäßig Langener Wohngebiete überflogen“. Und dies geschehe laut Marquardt „in sehr niedriger Flughöhe von maximal 150 bis 250 Meter über Grund und verursacht somit eine von Jahr zu Jahr schlimmer werdende Lärmbelastung“.

Der Langener „Flag-E-Sprecher will deshalb von Gebhardt wissen, wie dieser in Zukunft die Bürger vor Ort „vor dem vom Flugplatz Egelsbach ausgehenden, beständig zunehmenden Fluglärm“ zu schützen gedenke. Denn der Erhalt der Wohn- und Lebensqualität in Langen „sollte in unserer aller Interesse sein“, so Marquardt.

 
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Herausgeber:
Dreieich-Zeitung
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