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Langen
Kreis Offenbach (DZ/hs) – Der mit 2.500 Euro dotierte Umweltpreis des Kreises Offenbach für das Jahr 2011 geht in gleichen Teilen an Ute Wernicke (Obertshausen) und Bernd Brahm (Egelsbach). Mit dieser Entscheidung will der Kreisausschuss das jahrzehntelange ehrenamtliche Engagement der Preisträger im Dienste von Planzen und Tieren würdigen, wobei sich das Duo vor allem für die Belange des Vogelschutzes einsetzt.So gehört Brahm nicht nur zu den Gründungsvätern des Vogelschutz- und Zuchtvereins Egelsbach, sondern er leitet seit 1999 auch die zum damaligen Zeitpunkt neu gegründete Vogelpflegestation. „Tag und Nacht steht er dafür zur Verfügung, verletzte Vögel aufzunehmen, und nachdem sie mit großem Sachverstand gesund gepflegt sind, werden sie umgehend wieder ausgewildert“, ist einer Pressemitteilung aus dem Kreishaus zu entnehmen. Zu den von Brahm betreuten „Patienten“ zählen neben zahlreichen Kleinvögeln auch Turmfalken, Schleiereulen, Habichte, Bussarde, Rabenvögel und Eichelhäher.
Darüber hinaus hat der Egelsbacher über viele Jahre die Funktion eines ehrenamtlichen Wespenschutzbeauftragten wahrgenommen sowie zahlreiche Pflanz- und Schutzaktionen entlang der Biotopverbundsysteme in seinem Heimatort begleitet. „Sein Engagement und sein unermüdlicher Einsatz sind ein fester Pfeiler des Naturschutzes im Kreis Offenbach“, lobt die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger.
Dies gilt indes auch für Ute Wernicke. Sie gründete 1978 zusammen mit Peter Erlemann, dem damaligen Ortsbeauftragten für Vogelschutz, die Ortsgruppe Obertshausen im Deutschen Bund für Vogelschutz, dem heutigen Naturschutzbund (Nabu). Seither engagiere sie sich im Natur- und Artenschutz und sei bei zahlreichen Aktionen zur Biotop-Pflege oder zur Durchführung von themenbezogenen Ausstellungen aktiv.
Neben der Pflege von Vögeln kümmert sich Wernicke auch um Fledermäuse und kranke Igel. „Über die Jahre hinweg hat sie es gelernt, mit den nur bienengroßen Säuglingen von Fledermäusen umzugehen, und 30 bis 40 Tiere jährlich verdanken ihr das Leben in Freiheit“, so Jäger. Durch diese Arbeit sei es der Obertshausenerin gelungen, vor allem bei Kindern das Interesse für den Schutz und den Erhalt von Fledermäusen zu wecken.
Längst gelte Ute Wernicke überdies als Fachfrau für botanische Fragen, denn seit dem Jahr 2000 dokumentiert sie in den Naturschutzgebieten „Gräbenwäldchesfeld von Hausen“ und „See am Goldberg“ in Zusammenarbeit mit „Hessen Forst“ die Entwicklung geschützter Pflanzenarten.
Der Termin für die feierliche Übergabe des Umweltpreises an Ute Wernicke und Bernd Brahm steht derzeit noch nicht fest.