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Mörfelden-Walldorf - Politik

Gegen Verkauf der Heimstätte

Mörfelden-Walldorf (DZ/ba) – Die Landesregierung auffordern soll das Stadtparlament, die Pläne zum Verkauf der Nassauischen Heimstätte „endgültig zu den Akten zu legen.“ Diesen gemeinsamen Antrag haben die Fraktionen von SPD und Grünen zur nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Die Nassauische Heimstätte mit über 60.000 Wohnungen in rund 150 hessischen Kommunen leiste einen unverzichtbaren Beitrag zur Wohnungspolitik im ganzen Land, begründen die Antragsteller ihre Initiative. In Mörfelden-Walldorf unterhalte die Unternehmensgruppe rund 240 Wohnungen, heißt es in der Begründung des Antrages. Die öffentliche Hand benötige nach wie vor Wohnungsunternehmen, die bezahlbaren Wohnraum schaffen und erhalten würden, meinen die beiden Fraktionen.

„Der demografische Wandel, aber auch die notwendige Modernisierung und energetische Sanierung erfordern umfangreiche Investitionen in die Bestände des sozialen Wohnungsbaus, die öffentliche Wohnungsunternehmen so umsetzen können, dass dabei auch die Belange der einkommensschwachen Mieterinnen und Mieter beachtet werden“, argumentieren Sozialdemokraten und Grüne.

Die Nassauische Heimstätte sei weiterhin zentraler Partner des Landes und seiner Kommunen bei der Wahrnehmung öffentlicher Interessen in der Stadt-und Landesentwicklung. Gegenwärtig sei das Unternehmen Träger von Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen für über 30 hessische Städte und Gemeinden. Außerdem führe die Nassauische Heimstätte in zahlreichen weiteren Kommunen die Sanierungsberatung durch. „Sie ist stark in den Programmen der Stadtentwicklung engagiert (unter anderem Konversionsprojekte, Stadtumbau Hessen, Aktive Kernbereiche, Soziale Stadt, Gewerbeflächenentwicklung). Schließlich unterstützt sie die Bauleitplanung etlicher hessischer Kommunen“, geben SPD und Grüne zu bedenken.

Aktiv sei das Unternehmen mit seinen Wohnungsbeständen und als kompetenter Partner in der Stadt- und Landesentwicklung nicht nur im Rhein-Main-Gebiet und in den großen Städten, sondern erbringe auch einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung und Entwicklung ländlicher Regionen. „Nur eine landesweit orientierte Gesellschaft kann dies im Interesse des Landes und seiner Kommunen leisten“, sind die Antragsteller überzeugt.

 
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Herausgeber:
Dreieich-Zeitung
Günther Medien GmbH