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Mühlheim - Gesellschaft

Schleusen und Staubschutz

Mühlheim (DZ/ba) – Tief in die Tasche greifen muss die Stadt für die brandschutztechnische Sanierung des Rathauses. Die Kosten für das Vorhaben werden sich auf rund 1,2 Millionen Euro belaufen. Diverse brandschutz- und sicherheitstechnische Mängel wurde bereits im November 2007 vom TÜV Hessen bei der Überprüfung der lüftungstechnischen und elektrischen Anlagen, der Sicherheitsbeleuchtung sowie der Brandmelde- und Rauchabzugs-Warnanlage festgestellt.Da sich die damaligen Prüfberichte jedoch auf die technischen Anlagen beschränkt und eine Gesamtbetrachtung des Gebäudes außer Acht gelassen hätten, sei 2009 die Erarbeitung eines Brandschutzkonzeptes veranlasst worden, berichtet der Magistrat. „Dieses Konzept fasst bauliche, technische, organisatorische und planerische Anforderungen zusammen und zeigt Abweichungen vom genehmigten Bestand auf“, heißt es weiter. Da Abweichungen aber zwangsläufig zu einem Verlust des Bestandsschutzes führten, sei Ende 2010 ein Nutzungsänderungsantrag eingereicht worden, dessen Genehmigung durch die Kreis-Bauaufsicht im Februar 2011 erteilt worden sei.

Die Liste der in dem Brandschutzkonzept aufgeführten und zu beseitigenden Mängel ist lang. So sind der Austausch der Türen zu den Fluchttreppenhäusern, der Zwischentüren und der Glaswände in den Fluren wie die Erneuerung der Sicherheitsbeleuchtung und die Ergänzung der vorhandenen Brandmeldeanlage geplant. Die Elektro- und Datenleitungen sollen entzerrt und die Lüftungs- und Heizungsanlagen ausgetauscht werden. Die Gesamtbaumaßnahme soll in drei Abschnitten pro Geschoss ausgeführt werden. Die Gesamtbauzeit wird rund 18 Monate in Anspruch nehmen und am 27. April gestartet werden. Von der Maßnahme weitgehend unberührt bleiben das Nordgebäude, die Zulassungsstelle, die Polizeistation und die Tiefgarage.

Gearbeitet wird vor allem in den Fluren, dem Haupttreppenhaus und in der Eingangshalle.„Die Büros der Mitarbeiter sind daher nur indirekt betroffen, sodass diese während der Bauarbeiten auch in den unmittelbar betroffenen Abschnitten größtenteils an ihren Arbeitsplätzen verbleiben können“, erläutert der Magistrat. Abschnitte, in denen gearbeitet wird, werden mit einer Staubschutzwand und Schleusen vom übrigen Gebäude getrennt. Deswegen seien die Büros zeitweilig nur auf einem anderen Weg zu erreichen.

Nur unter eingeschränkten Bedingungen sei aus Haftungsgründen Publikumsverkehr möglich. Beratungsgespräche können laut Magistrat nur außerhalb der unmittelbar betroffenen Bereiche nach vorherigen Terminabsprachen stattfinden. Versammlungen, Sitzungen und Hochzeiten mit erhöhtem Publikumsverkehr seien während der gesamten Bauzeit im Hause nicht mehr möglich.

Vom 1. April an bis 31. Dezember 2013 entfallen während der gesamten Bauzeit die „freien“ Sprechstunden für das Hauptgebäude. „Für persönliche Vorsprachen ist daher eine Terminabsprache erforderlich. Das Rathaus ist nur beschränkt begehbar und Teilbereiche müssen vollständig gesperrt werden. Das Hauptgebäude ist nicht mehr frei zugänglich“, berichtet der Magistrat. Besucher werden gebeten, sich an der Information anzumelden.

Von diesen Regelungen ausgenommen sind der Zentrale Bürgerservice (ZBS), die Zulassungsstelle und der Bereich Sicherheit und Ordnung.

 
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Herausgeber:
Dreieich-Zeitung
Günther Medien GmbH