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Neu-Isenburg - Wirtschaft

Frühlingserwachen: Eine Augenweide

„Hurra, die Krokusse sind da“, heißt es dieser Tage landauf, landab. Auch die Neu-Isenburger Traumhaus-Familie freut sich über die ersten Frühlingsboten und hat das Osterfest (Foto unten) schon im Visier...

Neu-Isenburg (DZ) – „Hurra, der Gips ist ab.“ Daniel Bürger freut sich, denn sein Hausarzt hat Wort gehalten. „Gibt es keine außergewöhnlichen Komplikationen, dann können wir Ende ­Februar zur Tat schreiten und deinen Arm wieder freilegen“, hatte der Mediziner nach dem Ski-Unfall zu Jahresbeginn verkündet. Gesagt, getan: Anfang dieser Woche wurde das starre „Souvenir made in Austria“ entfernt. Schule, Freizeit, Beweglichkeit in den heimischen vier Wänden... Jetzt lässt sich der Alltag wieder leichter meistern. Auch die Eltern sind froh, dass die unschöne Erinnerung an das Malheuer auf dem Stubaier Gletscher aus dem Blickfeld verschwunden ist. „Alles gut verheilt. Das ist die Hauptsache“, wissen Sabine und Ralf mit Blick auf den Sohnemann zu berichten. Und die kleine Schwester? Anna, die am kommenden Sonntag ihren 7. Geburtstag feiert, richtet den Blick nach vorn: „Alle sind fit. Das wird ‘ne schöne Party.“Grund genug, anzustoßen – sei es mit Sekt oder Kinderbowle – hat das Familienquartett zweifelsohne. Seit knapp einem Jahr ist das Haus in der Buchenbusch-Siedlung nun schon der feste Bezugspunkt im Leben der Vier. Das Einrichten und Einleben in der schmucken Immobilie am Waldrand, die Erkundung der Stadt mit ihren vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten, das Tritt fassen im Beruf und in der Schule, die Kontaktaufnahme mit den Nachbarn, das Kennenlernen neuer Freunde...

„Das haben wir doch prima hingekriegt. Irgendwie verging unser erstes Jahr in der anfangs so fremden Umgebung wie im Flug. Mittlerweile fühl ich mich hier pudelwohl. Gut, dass wir diesen Schritt gemacht haben“, blickt Sabine Bürger zurück. Der Umzugsstress des Frühlings 2011 ist weit, weit weg. Meilenweit.

Ganz gewiss: Das diesjährige Wiedererwachen der Natur können die Bürgers unter sehr viel entspannteren Vorzeichen genießen. Blütenpracht im Garten: Das war vor zwölf Monaten kein großes Thema, denn dafür fehlten Muße und Zeit. Doch jetzt ist alles anders.

Pünktlich zu Annas Geburtstagsfeier, die zusammen mit den Großeltern und einer Handvoll „bester Freundinnen“ über die Bühne gehen soll, sorgen die ersten Krokusse für bunte Farbtupfer auf dem Rasen hinterm Haus. Im vergangenen Herbst hatte sich Ralf als Hobbygärtner betätigt und mit verschiedenen Blumenzwiebeln hantiert. Frei nach dem Motto „Säen... Und schauen, welche Ergebnisse das Frühjahr beschert.“

Seine Vision: Der Garten als vielfarbige Augendweide. Sogar im Internet hat sich der Laie mit Anregungen und Tipps eingedeckt. Seine Frau bekam eine Menge zu hören. Beispiele gefällig? „Krokusse eignen sich hervorragend zum Verwildern, sodass nach einigen Jahren ein wahrer Blütenteppich entstehen kann.“

Ferner: „Auch die Traubenhyazinthen sind niedliche Zwiebelgewächse, die sich ausgezeichnet zur Bepflanzung von Beeten, Rabatten und Einfassungen eignen. Mit ihren zarten Stängeln, an denen von April bis Mai traubenartige blaue oder weiße Glöckchen blühen, sind sie neben Wildtulpen eine optische Pracht.“

Und schließlich: „Ein Vorteil der Narzisse ist, dass Mäuse nicht an die Zwiebeln gehen, weil diese giftig sind. Zum Einpflanzen eignet sich jeder gute, tiefgründige, nicht zu trockene Kulturboden.“

Sabine hat all die Botschaften vernommen. Ob das Resultat tatsächlich so imposant ausfällt, wie es sich der Gatte mit der grünen Ader vorstellt? „Warten wir’s mal ab“, meint sie augenzwinkernd. Gerade so, als seien leichte Restzweifel vorhanden.

Auf alle Fälle – und da funkt das Paar schließlich doch auf einer Wellenlänge – soll im März ein Garten-Experte zu Rate gezogen werden. Ein Fachmann, der sagt, wie das Gemüsebeet gestaltet werden sollte, welche Büsche im noch kahlen Bereich hinter dem Geräteschuppen gut miteinander harmonieren würden und was bei der Rasenpflege zu beachten ist. „Es gibt einige Dinge, die wir noch nicht im Griff haben. Da ist es ratsam, einen Profi zu fragen. Glaub mir: Das ist gut investiertes Geld.“

Ralf nickt. „Ja, Sabine, du hast ja Recht. Und die Terrasse wird in Kürze, wenn’s draußen angenehm warm ist, auch noch zu Ende gefliest.“

Für die Anschaffung der Markise hatte das Budget im turbulenten und unterm Strich sehr kostenintensiven Umzugsjahr 2011 gerade noch gereicht. Aber beim Terrakotta-Belag ging den Neu-Neu-Isenburgern auf halber Strecke die Luft aus. „Kein Geld mehr. Da ist Geduld angesagt“, hieß es damals. Doch bald hat das Warten ein Ende. Aus dem Terrassen-Torso wird eine großzügig dimensionierte Aufenthaltsfläche im Freien. Just jener Fachbetrieb, der für den Auftakt sorgte, soll das Werk nun auch zum Abschluss bringen. „Die haben einen Super-Job gemacht. Alles tipptopp. Einfach professionell“, erinnern sich die Auftraggeber. Die Erfahrungen mit den Gewerbetreibenden vor Ort sind positiv. Das (Neu-)Bürger-Fazit: „Ob Handwerker, Händler oder Dienstleister... Der Weg zum Spezialisten ist nicht weit.“

 
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Herausgeber:
Dreieich-Zeitung
Günther Medien GmbH