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Obertshausen
Kreis Offenbach (DZ/kö) – „Aktuell liegt keinerlei Antrag auf Ausbau des Flugplatzes in Egelsbach sowie zur Einführung eines instrumentengestützten Anflugsystems vor. Die Behördenvertreter sicherten uns zu, sofort und direkt zu informieren, wenn ein solcher Antrag eingereicht würde.“ Mit dieser Sachstandsmeldung bringen zwei FDP-Politiker die Ergebnisse einer Unterredung mit Vertretern des Regierungspräsidiums Darmstadt und des Hessischen Wirtschaftsministeriums auf einen kurzen Nenner.Der Landtagsabgeordnete René Rock (Seligenstadt) und sein Rödermärker Parteifreund, der Stadtverordnete Tobias Kruger, haben das Gespräch kürzlich geführt. Man nehme die Klagen über störenden Lärm im Umfeld des Start- und Landeplatzes für Freizeit- und Geschäftsflieger sehr ernst und wolle sich deshalb „auf allen fachlichen Ebenen Gehör verschaffen und für größtmögliche Transparenz sorgen“ – so der Tenor der Freidemokraten.
Ihr Wissensstand nach dem Meinungsaustausch: Würde der Flugplatz-Mehrheitseigner „NetJets“ (ein Unternehmen des US-Milliardärs Warren Buffett) einen Antrag unter der Überschrift „Expansion“ einreichen, so wäre dieser „keinesfalls automatisch genehmigungsfähig. Vorher würde ein absolut transparentes Verfahren eingeleitet, in dessen Rahmen alle Belange aller Betroffenen ausführlich gehört und schlussendlich abgewogen würden. Ein neuer Planfeststellungsbescheid wäre zwingend erforderlich“, betonen Rock und Kruger.
Zudem hätten die Sprecher des Regierungspräsidiums und des Wirtschaftsministeriums versichert, dass Fluglärmbeschwerden von der zuständigen Flugsicherung konsequent bearbeitet würden. Aktuell seien noch mehrere Verfahren aus dem Jahr 2011 anhängig.
Indes: Die Zahl der zu Protokoll gegebenen „Störfälle“ (sprich: nervende Maschinen in relativ niedriger Überflughöhe) habe in jüngster Zeit abgenommen. 2011 sei lediglich ein Viertel der Summe des Jahres 2009 registriert worden. Ergo: Weniger Beschwerden, aber kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen... So klingt der Tenor des FDP-Duos.
Kritik an dessen Vorgehen haben die Freien Wähler (FW) in Rödermark anklingen lassen. Es wäre besser gewesen, sich in Kooperation mit der „Bürgergruppe gegen Tiefflüge“ sowie anderen politischen Parteien und Gemeinschaften um eine aktuelle Informationsgrundlage zu bemühen, gibt FW-Vertreter Klaus Neumann zu bedenken. Sein Plädoyer: „Wir haben bisher erreicht, dass alle Beteiligten und Betroffenen gemeinsam aktiv werden. Dabei sollte es auch bleiben.“