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Obertshausen
Einen Zuwendungsbescheid für die Sprachförderung überreichte der Darmstädter Regierungspräsident Johannes Baron (Zweiter von links) an Bürgermeister Daniel Tybussek (Bildmitte). (DZ-Foto: stm)
Mühlheim (DZ/ba) – Je nach Bedarf einzein oder in Kleingruppen werden derzeit 281 Kinder in den örtlichen Kindertageseinrichtungen in ihrer Sprachkomptenz gefördert. „Dle Kleingruppen bieten die Möglichkeit, individuell auf die Fähigkeiten und Fortschritte der Kinder einzugehen und ermöglichen den Kindern, die mehr Zeit brauchen, zu Wort zu kommen. Das in der Gruppe Erlernte wird sodann in die Kindergartengruppe mitgenommen und dort vertieft und weiter gelebt“, erläutert der Magistrat.Seit September 2004 wird diese Sprachförderung in allen Mühlheimer Kindertageseinrichtungen mit Ausnahme des Waldkindergartens praktiziert. Damit steht die Mühlenstadt laut Magistrat in einer der wichtigsten und aktuellen Bildungsfragen sehr gut da. Die Sprachförderung gelte als eine der wichtigsten Bausteine der Bildungspolitik. „Sie wurde in den Hessischen Bildungsplan aufgenommen und ist insbesondere im Zusammenhang mit dem Thema Integration, aber auch bei der Förderung von deutschen Kindern mit Sprachentwicklungsproblemen eine der wichtigsten Maßnahmen, um positiven Einfluss auf Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern zu nehmen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Magistrates.
Vom Erfolg der Sprachförderung in den Mühlheimer Kindertagesstätten überzeugte sich vor kurzem der Darmstädter Regierungspräsident Johannes Baron zusammen mit Bürgermeister Daniel Tybussek in der Kindertageseinrichtung Bornweg. Der Behördenchef war eigens zur Überreichung eines Zuwendungsbescheides in Höhe von 31.215 Euro für das Jahr 2012 zur Förderung der Sprachfördermaßnahmen im Kindergartenalter nach Mühlheim gekommen. Die Stadt selbst ergänzt diese Summe mit dem gleichen Betrag, so dass fast 70.000 Euro für die Sprachförderung verwendet werden können.
Geschulte Erzieherinnen der jeweiligen Einrichtung bieten die Sprachförderung an. Diejenigen Kinder, die nicht an der Förderung teilnehmen, werden während dieser Zeit von zusätzlichen pädagogischen Kräften betreut. Gearbeitet wird in den Einrichtungen nach unterschiedlichen Konzepten. „Wichtig ist, dass das einzene Konzept zu der jeweiligen Einrichtung passt. Weiterhin soll es flexibel und offen für unterschiedliche Spracherwerbssituationen von Kindern sein“, so der Magistrat.
Ziel der Sprachförderung sei es, die Kinder individuell und spielerisch mit der deutschen Sprache vertraut und sie damit für schulische Anforderungen fit zu machen und ihre Integrationschancen zu verbessern. Auch die Eltern der Kinder reagierten durchweg sehr positiv auf die zusätzliche Förderung. Sie seien dankbar, dass ihr Kind an der Sprachförderung teilnehmen könne und eine Unterstützung erhalte.