Archäologin beendet Stipendium Vorzeige-Projekt liegt vorerst auf Eis

RÖDERMARK. Nach einem sechsmonatigen Rödermark-Gastspiel, das sie als Stipendiatin der Stadtverwaltung absolvierte, hat die Archäologin Katharina Dittrich ihre Arbeit "aus persönlichen Gründen" beendet. Dabei habe "auch eine Rolle gespielt", dass die zeitliche Dimension für die notwendigen Arbeiten "umfangreicher als angenommen" ausgefallen sei: So wurde Dittrich nach ihrem Ausscheiden von Magist­ratspressesprecher Heiko Friedrich zitiert.

Wie zu Jahresbeginn berichtet, hatte die 34-jährige Dittrich im sogenannten "Jägerhaus" am Ober-Rodener Rathausplatz Quartier bezogen, um sich dort einem zweijährigen ­Stipen­dium der Stadt, monatlich dotiert mit knapp 500 Euro, zu widmen. Die wissenschaftliche Aufarbeitung und Auswertung der zwischen 1985 und 1994 erfolgten Ausgrabungen im Ober-Rodener Ortskern: So wurde Dittrichs Haupt-Aufgabenfeld umrissen - und darum kümmerte sich die Akademikerin denn auch mehrere Monate lang... Bis nun die Nachricht vom überraschenden Absprung die Runde machte.

Die städtische Verwaltungsspitze und Hessens ehemaliger Chef-Archäologe Prof. Dr. Egon Schallmayer, unter dessen Regie die Ausgrabungen einst erfolgten, lobten das Projekt nach der Startphase als landesweit einzigartig und vorbildlich. Doch jetzt liegen die Aktivitäten auf Eis. Gleichwohl soll in absehbarer Zeit ein zweiter Versuch gestartet werden.

"Mit Professor Schallmayer und der Landesbehörde ‚hessen­ARCHÄOLOGIE‘ sollen Vorbereitungen getroffen werden, um das Stipendium neu zu vergeben. Dabei sollen die Erkenntnisse, die in diesem Jahr gewonnen wurden, verwertet werden", ließ der Magistrat verlauten.

(kö)

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